2017-10-02 | ALBERT AF EKENSTAM (SE)





ALBERT AF EKENSTAM (SE) 


Foto © Ellika Henrikson


Zu Recht galt Albert Af Ekenstam als einer der Geheimtipps des diesjährigen Eurosonic Festivals, bei dem er den Eindruck vermittelte, als wolle er alleine Bands wie The National oder The Slow Show obsolet machen oder zumindest zeigen, warum diese auch ruhig wieder Noise-Gewitter in ihre Songs einbauen könnten. Am besten ist »Ashes« konsequenterweise dann, wenn es diese Energie wie etwa im ausufernden »Angel Liz« einzufangen versucht. Meistens allerdings nimmt sich der junge Schwede auf »Ashes« zurück, unterstützt seinen klaren, sonoren Gesang mit einem Gitarren- und Klavierspiel, das zwischen Genre-Kollegen wie Keaton Henson auf der einen und Explosions In The Sky in ihren seichteren Momenten auf der anderen Seite changiert. Da ist keine Note, kein Wort zu viel. Auf diese Weise erschafft Ekenstam eine ungeheure emotionale Dichte, die dadurch (und durch ihre makellos klare Produktion) aber an manchen Stellen schon wieder etwas kalkuliert wirkt. So ist »Ashes« zugleich warm und kühl, lebendig und steril – eben ein bisschen wie Blut, das durch eine Maschine fließt. (Jan Martens, www.intro.de)


ALBERT AF EKENSTAM (SE)
Platoo Montag in der Scherbe
02.10.2017 / 20:45 Uhr

Die Scherbe, Stockergasse 2, Graz
Abendkassa: 9€


 


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