Samstag, 26.11.2011

SAMSTAG 26.11.2011:
L/O/N/G [USA/A]
DER NINO AUS WIEN [A]
ABER DAS LEBEN LEBT [A]

TAGESKARTEN (24./25./26.11.2011) : VVK: 19€, AK: 21€
(Preise exklusive VK-Gebühren, bzw. Spark7-Ermäßigung)
Vorverkauf in allen Filialen der Steiermärkischen Sparkasse (Spark7-Ermäßigung), Orpheum, Zentralkartenbüro, Ö-Ticket, Theaterkasse

L/O/N/G [USA/A]
Die Kollaboration zwischen Walkabouts-Frontman Chris Eckman und Rupert Huber von Tosca mag auf ersten Blick Verwunderung auslösen, wenn man das ungemein gelungene Zusammenspiel der beiden auf "American Primitive" zu Gehör bekommt, ist man jedoch schwer begeistert. Während einer Jam-Session bei einer Party eines gemeinsamen Freundes entdeckten sie wie nahe sich American Folk und European Electronica eigentlich stehen. Drei Jahre später fand man sich in Wien zusammen und entschied an Liedern zu arbeiten. Im Laufe der Zeit wuchsen das Wissen um die Erdigkeit des Südstaaten-Blues einerseits und das von klassischen Komponisten geprägte europäische Musikbild immer mehr zusammen. Songs die akustisch begannen, endeten elektronisch, ohne dabei ihre Seele zu verlieren - ein wunderbar passender Abschluss für ein Festival das die Symbiose verschiedenster Stilrichtungen fördert und liebt.

DER NINO AUS WIEN [A]
Er wird oft mit dem jungen Andre Heller verglichen, hat große Leidenschaft für die Poesie, Peter Altenberg ist einer seiner Helden, aber auch Edward Lear oder James Joyce liebt er heiß. Er brachte sich das Instrumentieren selber bei, weil er sich im Gitarrenunterricht zu eingeschränkt fühlte. Schnell begann er all seine literarischen Vorlieben, aber auch die Sprache der modernen Zeit in ein musikalisches Korsett zu verpacken. Daraus erwuchs ein Projekt, dass vor Originalität nur so sprüht. Und das bekommt man vor allem auch live zu spüren: Auf ersten Blick mag DER NINO AUS WIEN zwar klein und schüchtern daherkommen, wenn er allerdings anfängt auf seine unumstößlich authentische Art mit seinen wunderbaren Melodien und faszinierend-präzisen Texten zu kommunizieren, ist man schnell von seinem Selbstbewußtsein, seiner Experimentierfreudigkeit und Einzigartigkeit überwältigt.

ABER DAS LEBEN LEBT [A]
Ende der 90er taten sich drei junge Niederösterreicher zusammen um die bittersüßen Seiten ihrer Identitäten musikalisch zu durchkämmen. Man muss ja nicht mit aller Macht Partyband sein?! Der Hang zum Düsteren, Sperrigen und Unnahbaren übte einfach immer großen Reiz aus. Auf ihrem neuen Album "New Musketeers" präsentiert sich die zum Quartett angwachsene Herrenbande eindeutig eingängiger, rythmischer und definitiv nahbarer als auf ihren Vorgängern. In wunderbaren Songs verpackter Indiepop ist das Ergebnis, der sich (ganz im Stile der vergangenen Jahre) nicht wirklich schubladieren lässt. Der Falter schrieb von “kunstsinnigem Pop für erwachsene Hörer, die etwa The National zu schätzen wissen und eventuell die ein oder andere Platte von John Cale oder Talk Talk zuhause haben”. Ein schönes, ein nobles, ein textlich und musikalisch niveauvolles Album das einigen Spielraum für herrlich emotionale Live-Erlebnisse bietet.


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