FLORIAN HORWATH

Wo wäre der beste Ort, eine sehr alte Sumpf-Gitarre, eine scheppernde Plastik-Maschine, allerlei vom Leben als gezeichnetes Klimperzeug und breitwandige Nebelschwaden auszupacken? Florian Horwath hat nach diversen illustren Vorprogrammen und völlig chaotischen eigenen Touren entschieden, daß der Ort, in den es ihn diesmal musikalisch/live zieht: Das Wohnzimmer! sein wird. Mit Bahn, Taxi, Fahrrad oder Bus, mit Gitarre, Plastikmaschine und Klapperzeug. Einzig die Cds müssen von jungen, hilfsbereiten Wg-Bewohnern hochgetragen werden. Und es soll Brote geben! Dann: Bogenlampe an, Flokati weg, Bier auf, eins, zwei, drei, vier, bitteschön! „Wohnzimmerkonzert“ als Antithese zur sterbenden Musikvermarktung. Berg vom Propheten weggezaubert und in ein privatistisches Universum transcodiert, in dem die Einhörner sich am Buffet der direkten Kunst/Message-Vermittlung laben. Bis der Vermieter und der untere Nachbar oder beide kommen, oder beide sind einer, umso besser. Nur kurz: Das Album wurde im Wohnzimmer der Managerin eingespielt, eine etwas runtergerockte Altbauwohnung im zentralen Osten Berlins. Unter anderem mit Stromgitarre und Garageband und einem ganzen Mikro. Aber was für einem...! Es gab warmes Mittag- und Abendessen und ab und zu ein Glas Rotwein. Die Managerin findet, dass man das hören kann und dass das gut klingt. Beschwert hat sich bei ihr noch keiner, weder von oben, noch von unten. Wir wünschen viel Vergnügen!

 


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