GISBERT ZU KNYPHAUSEN

Es gibt Tage, da fragt man sich: Warum? Warum Popmusik, warum so viele Löcher im Asphalt und wieso ist das Leben so ungerecht? Der schüchterne Gisbert zu Knyphausen hat auf diese Fragen auch keine befriedigenden Antworten, wenn er jedoch in seinen poetischen Songs über die Rumpelpisten unserer Existenz nachdenkt, verwandeln sich Melancholie und Ratlosigkeit in einen lakonischen Neuanfang - vielleicht auch deswegen der stete Vergleich mit Reinhard Mey.

Als der heute 31-jährige im Jahre 2008 zu seinem Debütalbum ausholte, waren die Erwartungen und die öffentliche Aufmerksamkeit noch gering. Doch plötzlich verkaufte sich dieses kleine Album ganz hervorragend und die Konzerte waren nicht nur einfach gut besucht - sie waren brechend voll.

Auf seiner neuen Platte mit dem klingenden Namen "Hurry, Hurra! So Nicht", wirkt Knyphausen, dessen Familie seit 1350 schon den ein oder anderen Minister, Diplomaten und zuletzt Weinbauern hervorgebracht hat, dunkler und romantischer, musikalisch raffinierter und inhaltlich tiefer als noch beim Debüt. Und die Konzerthallen wurden mittlerweile größer, aber nicht weniger voll...


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