BERNHARD FLEISCHMANN

In frühen Jugendjahren hat der heute 36-jährige das Klimpern und Trommeln entdeckt. In Wien. Im Fünften. Als die Musik im Wiener Untergrund immer elektronischer wurde, fand auch Herr Fleischmann sein Klangprofil: schwelgerische Melodien, ohne ins Zuckrige zu kippen, vielschichtig drapierte Ryhythmusgeräusche, bar jeder Opulenz. Nicht nur Wien fand Gefallen am Soundtüftler. Ausgeweitete Tourneen folgten – außerhalb und innerhalb des Polarkreises. „Welcome Tourist“ (2001, Morr Music) erschien. Im wahrsten Sinne des Wortes: elektronischer Pop auf großer Reise - kleine Hymnen, komplex im Spiel der einzelnen Tonspuren und doch weit offen, mit dem Mut zur Lücke und grandiosen Vokalpassagen vom befreundeten Christof Kurzmann. Das kammermusikalische Countrybandprojekt „The Year of“ folgte, mehrere Ausflüge in die Welt der Filmmusik (z.B: für Jörg Kalts „Crash Test Dummies“, 2005) und dann immer wieder B. Fleischmann solo - mal schwebender, in frischer Luftigkeit atmender Pop (The Humbucking Coil, 2006), mal vermehrt dynamischer, wunderbar in Szene gesetzter elektrisierender Trancepop mit berührenden gesanglichen Einwürfen von Marilies Jagsch („Angst is not a Weltanschauung, 2008). 

Fleischmanns Musik wächst, nicht ohne sich selbst treu zu bleiben. Es ist ein warmer, wacher Prozess, anzuhören auf auf „Welcome Tourist“ (Herbst 2001), ein nicht nur aufgrund seiner (Über-)Länge beeindruckendes Album. Elektronischer Pop auf großer Reise. Kleine Hymnen, komplex im Spiel der einzelnen Tonspuren und doch weit offen, Mut zur Lücke...


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